Donnerstag, 16. Februar
19.30 Uhr
Kommunales Kino
Rémi Besançon: Le premier jour du reste de ta vie
(F 2008, OmU)
Einführung: Flavien le Bouter und Mathias Schillmöller
Weitere Termine:
Freitag, 17.02., 21.30 Uhr
Sonntag, 19.02., 17.30 Uhr
Donnerstag, 16. Februar
19.30 Uhr
Kommunales Kino
Rémi Besançon: Le premier jour du reste de ta vie
(F 2008, OmU)
Einführung: Flavien le Bouter und Mathias Schillmöller
Weitere Termine:
Freitag, 17.02., 21.30 Uhr
Sonntag, 19.02., 17.30 Uhr
1. Februar – 3. März
CCFF
Vernissage mit Buchvorstellung: Freitag, 10. Februar, 20 Uhr (im Kulturprogramm falsch angegeben!)
(In deutscher Sprache)
Wandernde Dünen, felsige Gebirge, ausgetrocknete Salzseen, grüne Oasen und endloser Sand. Unwirtlich und anziehend zugleich: Schon immer hat die Wüste als Lebensraum fasziniert.
Die französische Autorin und promovierte Germanistin Florencé Herve hat weltweit 38 Frauen interviewt, deren Biographien untrennbar mit der Wüste verbunden sind. Darunter Marta Becket, die unter dem Sternenhimmel der Mojave in ihrem Amargosa Oper House der Star einer One-Woman-Show ist. Yin Yuzhen, die in aufreibender und beharrlicher Arbeit die sandige Steppe ihres Heimatortes in Grasland verwandelt und seitdem in China eine Berühmtheit ist. Und Malika Mokeddem, Schriftstellerin und Nomadentochter, die sich im französischen Exil für die Rechte der Frauen in ihrem Heimatland Algerien einsetzt.
Die Ausstellung präsentiert die eindringlichen Fotografien Thomas A. Schmidts, die die Portraits der Frauen ergänzen. Florencé Hervé stellt in einer Buchpräsentation den Bildband und ihre Frauenportraits vor.
Das Kommunale Kino zeigt eine Filmreihe zur Ausstellung:
Samstag, 11. Februar, 19.30 Uhr & Sonntag, 12. Februar, 17.30 Uhr
In der chilenischen Atacama-Wüste steht eines der bekanntesten Observatorien der Welt. In dreitausend Meter Höhe versammeln sich Astronomen aus aller Welt, um die einmaligen Umweltbedingungen zu nutzen, die einen Blick bis fast an die Grenzen des Universums ermöglichen. Doch das einmalige Klima der Atacama konserviert auch menschliche Überreste perfekt. Während auf dem Berg Astronomen fremde Galaxien erforschen, gräbt an seinem Fuß eine Gruppe von Frauen nach den Leichen ihrer Verwandten, die während der Pinochet-Diktatur verschwanden.
Mittwoch, 22. Februar, 19.30 Uhr
Oualata, am Rande der mauretanischen Wüste. Die roten Wände der Lehmhäuser bilden die atmosphärische Kulisse von Katy Léna Ndiayes Filmporträt, mit dem sie den stereotypen Bildern von Weiblichkeit und Sexualität in der Sahara entgegenarbeiten will. Drei Frauen sprechen offen vor der Kamera über ihre Erfahrungen als Bräute, Ehefrauen und Geschiedene und über die nicht selten schwierigen Geschlechterverhältnisse in einer Gesellschaft, die allem Anschein nach von Tradition und männlicher Vorherrschaft geprägt ist. »Wenn sie aufhören mich zu lieben, ist es Zeit zu gehen«, versichert eine von ihnen.
Und die Männer, »denen sie gehören«, wo sind sie? Sie gehen für Wochen und Monate in die großen Städte zum Arbeiten. Die Frauen kommen allein zurecht und warten auf ihre Rückkehr. Sie kümmern sich um die Kinder, arbeiten, diskutieren, trinken Tee und dekorieren die Lehmhäuser. Die Kunstfertigkeit der Frauen – ihre kunstvollen Ornamente, die sie in die Wände der Häuser und Türen ritzen – gibt dem Film seine Leichtigkeit und zeugt von der Kraft und Ausdrucksstärke der Frauen, mit der sie, in einer der abgelegensten und schönsten Gegenden Afrikas, Spuren hinterlassen. EN ATTENDANT LES HOMMES ist der zweite Dokumentarfilm der senegalesischen Filmemacherin Katy Léna Ndiaye.
Sonntag, 19. Februar, 15.30 Uhr & Sonntag, 26. Februar, 15.30 Uhr
Die zwölfjährige Zaїna begibt sich nach dem Tod ihrer Mutter in die Obhut ihres leiblichen Vaters Mustapha, den sie zuvor nicht kannte. Er ist Nomade und soll die besten Reiter und Vollblutpferde seines Stammes zum Agdal, dem berühmten Pferderennen in Marrakesch führen. Auf der abenteuerlichen Reise durch die Wüstenlandschaft des Atlas lernt Zaїna nicht nur ihren Vater kennen, sondern wächst auch zu einer begnadeten Reiterin heran. Doch beim Agdal dürfen eigentlich nur männliche Reiter an den Start … Kann das mutige Mädchen dennoch zeigen, was sie kann und dass sie Zaїna, die Königin der Pferde, ist?
Mittwoch, 29. Februar, 19.30 Uhr
Nicht nur für die Männer Marokkos ist der Alltag hart, wenn sie in Europa nach einem besseren Leben suchen. Auch die in der kargen Wüste zurückgebliebenen Frauen haben es nicht leicht.
Zeinabs Hochzeit in der kleinen Siedlung mitten in der trockenen Einöde verläuft noch fröhlich. Doch es liegt bereits eine melancholische Stimmung über dem Fest, denn alle wissen, dass demnächst die Männer das Dorf in Richtung Spanien verlassen werden. Auf den Mann wartend, beschließt Zeinab, was in ihrer Heimat einer alten Tradition entspricht: Sie lässt das ungeborene Kind in ihrem Körper »schlafen« in der Hoffnung, dass der Vater eines Tages wiederkommt und sie dann gemeinsam das Kind zur Welt bringen. Es beginnt eine Wartezeit inmitten einer Frauenwelt und einer Welt der abwesenden Männer.
Die marokkanische Filmemacherin Yasmine Kassari zeigt in ihrem Spielfilm sehr eindrucksvoll und einfühlsam den Alltag der Frauen, die versuchen, in einer Welt voller Armut, religiöser und traditioneller Riten sowie patriarchalischer Strukturen sich zurechtzufinden.
Anlässlich des Filmstarts von Carlos in den deutschen Kinos bieten das Institut français und das Büro für Film und Medien der Französischen Botschaft in Deutschland eine Filmreihe des Regisseurs Olivier Assayas.
Assayas (*1955) zählt zu den herausragenden Autoren des zeitgenössischen französischen Films, er ist ein Star des europäischen Autorenkinos. In Deutschland ist sein Werk bisher jedoch weithin unbekannt geblieben. Nach”Irma Vep” (1996) und “Ende August, Anfang September” (1998) kam erst zwölf Jahre später wieder ein Film von ihm in die deutschen Kinos, die aufsehenerregende Verfilmung der Lebensgeschichte des Terroristen “Carlos”, ein dreistündiges Mammutwerk.
„Mit 14 Spielfilmen, einer Reihe Kurzfilme und einem beachtlichen dokumentarischen Werk zählt Olivier Assayas zu den
großen Vertretern des zeitgenössischen französischen Films. Durch seine Fähigkeit, in seinen Filmen französische Filmtradition mit hoch aktuellen Themen zu verknüpfen, gelingt es Assayas in seinem einzigartigen Werk, die Wirklichkeit in ihrer ganzen Komplexität einzufangen.“ (Jean-Michel Frodon, Filmkritiker)